Body Positivity

Es ist so wichtig, uns an die Tatsache zu erinnern, dass schwarze plus-sized Frauen die Body Positivity Bewegung ins Leben gerufen haben. Undzwar sowohl in den 1960er Jahren als auch in den sozialen Medien.
Auch wenn es eigentlich toll ist, dass Body Positivity populärer geworden ist, so müssen wir aber feststellen, dass die Randgruppen, die eigentlich im Zentrum dieser Bewegung stehen sollten, in den Hintergrund gerückt sind. Body Positivity scheint nicht mehr dazu da zu sein, um People of Colour, Menschen mit Einschränkungen und die LGBTQ+ community in den Mittelpunkt zu rücken.

Stattdessen werden bei der Verwendung des Hashtags #Body Positivity auf den meisten Bildern weiße Frauen mit "Hour Glass" Figuren gezeigt, deren Kleidergröße eine 40 nicht übersteigt. Wir wissen natürlich, dass Body Shaming auch umgekehrt existiert ("Skinny-Shaming"). Und wir wissen, dass viele Frauen und Männer wegen ihres Körpers diskriminiert werden, unabhängig von ihrer Größe. Und wir wissen auch, dass es für Frauen im Allgemeinen, abgesehen von ihrer Herkunft, an der Zeit ist, mit ihren Körpern tun zu können, was immer sie wollen. Deshalb brauchen wir die Body Positive Community - weil sie für alle und für jeden Körper da ist.


ABER jeder, der Teil dieser Bewegung ist, sollte nicht vergessen, dass Body Positivity im Zusammenhang mit Randgruppen wie Schwarzen Frauen, Transsexuellen und Menschen mit Beeinträchtigungen viel weiter geht. Die Körper von marginalisierten Menschen sind seit Jahrhunderten Gegenstand systematischer Diskriminierung.
Sie kämpfen nicht nur um Selbstliebe, sondern auch darum, einfach nicht wegen ihres Aussehens ermordet zu werden. Um nicht durch fatphobe, rassistische, homophobe oder behindertenfeindliche Beleidigungen im Alltag erniedrigt zu werden. Keine Angst haben zu müssen, wenn sie alleine nach Hause gehen. Nicht nur ihren Körper zu lieben, sondern sich in ihm SICHER zu fühlen.

Solange die Gesellschaft und unser gesamtes politisches System Randgruppen nicht genauso behandelt, wie alle anderen, müssen wir als Menschen und als Unternehmen verantwortungsbewusst an der Body-Positivity-Bewegung teilnehmen - indem wir ihre Wurzeln anerkennen und diejenigen in den Mittelpunkt stellen, die nicht fair repräsentiert werden. Letztendlich brauchen ihre Anliegen eine stärkere Stimme als die der anderen!

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